Verkehrskonzept – ein Problem??

Das Verkehrskonzept der Stadt wird angegriffen. Worum geht es eigentlich?

Das Verkehrskonzept der Stadt wird angegriffen. Worum geht es eigentlich?

Das Verkehrskonzept ist – nur – eine Maßnahme. Sollten wir nicht zuerst darüber reden, welche Ziele mit dieser Maßnahme verfolgt werden sollen?

Im Verkehrskonzept werden Ziele genannt: den Verkehr zu verlangsamen, insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen Tempo 30 Bereiche, ferner die Stärkung und Sicherung der Radfahrer und der Fußgänger, ferner die Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Wer also das Verkehrskonzept angreift, muß zunächst sagen, ob er mit den genannten Zielen des Verkehrskonzepts einverstanden ist oder nicht. Diese Frage geht auch und in erster Linie an den Bürgermeister, der sich gegen das Verkehrskonzept gestellt hat. Was ist an den Zielen auszusetzen?

Wenn ein Einverständnis mit den Zielen nicht besteht: welche Ziele gibt es dann? Hier haben die Gegner bisher keine Antwort geliefert. Von Bürgermeister Gruschka kam hierzu – wieder mal – nichts.

Wenn aber die Ziele akzeptiert werden, richtet sich die Frage auf die Maßnahmen. Konkret heißt dies: sind die getroffenen Maßnahmen geeignet, die Ziele zu erreichen? Hier müsste man sich dann allerdings der Mühe unterziehen, jede Maßnahme einzeln zu untersuchen.

Dies sollte im Übrigen natürlich nicht nur beim angegriffenen Verkehrskonzept erfolgen, sondern bei allen Maßnahmen, die sich auf den Autoverkehr, den Fahrradverkehr, die Fußgänger und insbesondere auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer beziehen. Damit lässt sich weniger Propaganda machen, dies wäre aber konkrete Kommunalpolitik. Trocken Brot statt großer Sprüche!

Wir sind froh, dass es abgesehen vom Bürgermeister genügend vernünftige Leute im Stadtrat in allen Fraktionen gibt, die sich dieser Mühe unterziehen.